Wettbewerb

Ihr habt gewonnen…

…und zwar einen wunderbaren Erlebnis-Tag in der Natur mit «Hexer» Stefan Wiesner und schönen Erfahrungen rundum essbare Natur mit anschliessender gemeinsamer Vor- und Zubereitung auf den Feuerringen.

Sechs mal zwei Plätze sind an unsere Gewinner vergeben worden - diese haben uns ihre schönste Geschichte rundum ihren Feuerring erzählt!

Unsere Jury

 

Chefredakteurin Kirsten Höttermann

«Schöne Dinge sind meine Passion. Und als Chefredakteurin des Designmagazins RAUM UND WOHNEN darf ich mich jeden Tag mit diesen beschäftigen. Bevor ich zum Etzel-Verlag kam, studierte ich Kunsthistorik und legte meine Meisterprüfung als Floristin ab; ich absolvierte mein Volontariat bei dem Schweizer Magazin «Florist». Privat dekoriere ich nicht nur leidenschaftlich gern, sondern koche und backe mein eigenes Brot.» 

raum-und-wohnen.ch

 

Bildhauer Norbert Eggenschwiler

«Bildhauer aus Leidenschaft, vorwiegend in Stein, aber auch in Holz und Metall. Neugierig, forschend und sehr gerne unterwegs. Der Ästhetik und den Lebensfreuden zugewandt mit einem grossen Bezug zur Natur. Formgebend und Formbildend.»

egg-art.ch

 

 

Typografischer Gestalter und Art Director Roland Bürge

«Die Freude an gutem Grafikdesign lässt mich nicht los. Als Art Director bei Büro Nord erfreue ich mich immer wieder an neuen Herausforderungen.»

buronord.ch

Und hier die schönsten Einsendungen in alphabetischer Reihenfolge mit der Jurymeinung:

Cathrin & Thomas

 

Unsere Jury meint:

Eine zauberhafte Idee, die ganz persönliche Familien-Feuerring-Geschichte mit einem Comic umzusetzen. Frisch und frei kommt diese Familiengeschichte daher; nach einigen «runden Bäuchen» kommt eine schöne bauchige Feuerringschale ins Spiel, die Protagonisten tragen nach mehreren Jahren immer noch dieselbe Kleidung…grandios. Der Wunsch nach einem Feuerring scheint mit der Familie zu wachsen.

Livia & Peter

 

Das Glück war auf unser Seite: wir durften im September 2020 unser Halb-so-alt Fest feiern, dr Päpu 60gi und die Tochter 30sig. 

Lange haben wir gezittert, da unklar war, ob die Coronamassnahmen unser Fest zulassen würden. Doch pünktlich auf den 19. September 2020 wurden die Maßnahmen gelockert und wir durften mit unseren 80 Gästen auf dem schönen Hof Oberholz in Rubigen feiern. Von der fünf Tage alten Enkelin bis zum 86 Jahre alten Urgrossvater waren alle Generationen dabei. Was für ein schönes Fest! Ein wunderbares Aufeinandertreffen der Familie mit alten Freunden und neuen Bekannten.

Schon das beste war: die beiden heissersehnten Feuerringe kamen pünktlich an. Die Störköchin Marianna Buser zauberte farbige Crostini, dann ein vielfältiges Salatbuffet. Dazu gab es Lamm, Rind, Schwein und Bratkäse vom Feuerring. Das leckere Wildkräuterrisotto dazu passte wunderbar. Ganz besonders freute sich dann der Älteste über die leuchtenden Kinderaugen am Dessertbuffet.

Der Feuerring zog unsere Gäste an. Viele schöne Gespräche fanden am und um den Ring statt. Es wurde über die Optik und die Verwendungsmöglichkeiten der Ringe diskutiert, deren Gewicht geschätzt und über deren Vorteile geschwärmt.

In das Stimmengewirr und das Gelächter mischte sich der Klang der Kuhglocken. Bei Sonnenuntergang leuchteten viele Kerzen in den Laternen, die wir in der „Hostet“ in die Fruchtbäume gehängt hatten.

Erst um 2Uhr nachts verstummten die letzten Gespräche und die Glut in den Ringen erlosch.

Im Nachhinein erscheint es manchmal fast surreal, dass wir in den Zeiten der Beschränkungen und Massnahmen ein so ausgelassenes Fest feiern durften.

Dieser Tag wird für immer tief in unseren Herzen als wunderschöne Erinnerung bleiben.

Ein Ring fand sein zuhause bei Peter im Garten, der andere durfte zu Livia nach Thun. Seither geniessen wir beide das „Pröblen“ und Experimentieren mit dem Ring. Dabei finden sich immer gerne viele Freunde im Kreis ein.

Livia & Peter Furler

 

Unsere Jury meint:

Zwei runde Geburtstage gemeinsam zu feiern und dies mit zwei Feuerringen, die dann getrennte Wege gehen, jeder an das jeweilige Geburtstagskind: Was für eine grandiose Idee! Ein grosses Fest in so schwierigen Zeiten, alle so fröhlich – am liebsten hätte man mitgefeiert. Bei diesem Beitrag spürt man die Freude mit dem Erlebnis «Feuerring». Am Schluss den Kaffee so akrobatisch in Szene zu setzen, fanden wir super.

 

Lisbeth

 

Unsere Jury meint:

Diese Geschichte, die über Generationen erzählt, berührt persönlich. Der neue Feuerring wird zu einem Familienerbstück, der lange Freude bereitet. Eine anrührende Geschichte, inhaltlich stark durch die Erinnerung an die Mutter, die durch das Erbstück Feuerring immer anwesend bleibt.

 

Marianne

 

Unsere Jury meint:

Eine Vision zu haben und diese dann dreidimensional zu formulieren, inklusive Feuer, hat uns begeistert. Ein kleiner Ring, gebastelt und bereits aufgestellt in lauter Vorfreude. Was für eine schöne Idee! Die Kinder sind gleich von Anfang an eingebunden in die Geschichte ihres Familien-Feuerrings und tragen die Begeisterung mit. Diese Geschichte sollte mit der Wanderung mit Stefan Wiesner weitergeschrieben werden: Die kleine Künstlerin Salome sollte unbedingt dabei sein...

 

Moni

 

FFF – nein, um „Fridays for Future“ soll es in diesem Text nicht gehen. Auch hat sich neben all den „For Future“– Gruppen keine neue Initiative gebildet, die sich „Feuerring for Future“ nennt.  Sehr wohl geht es aber darum, wie man mit Hilfe des Feuerrings etwas dazu beitragen kann, die globale Klimakrise abzuschwächen.

Beginnen möchte ich allerdings mit der anderen globalen Krise, die jetzt schon lange Zeit unser Denken bestimmt und unser Leben im Griff hat, der Coronakrise:  viele Menschen mussten auf ein Zusammensein mit ihren Liebsten verzichten und litten unter der Isolation in ihren Wohnungen, die sie zunehmend als Gefängnis empfanden. In unserer Familie allerdings entwickelte sich dank des Feuerrings gerade während des harten Lockdowns ein wunderbares Ritual: die Kinder, denen wegen des anhaltenden Homeoffices die Decke auf den Kopf fiel, die sich nicht mehr mit ihren Freunden treffen konnten, und deren Stammlokale geschlossen waren, entdeckten plötzlich ihre Eltern wieder. Das heißt -  eigentlich entdeckten sie eher den Feuerring, der halt nun mal im Garten der Eltern steht. Den Feuerring, als Licht und Wärme spendendes Zentrum, um den man sich auch im tiefsten Winter ohne zu frieren versammeln und auf dem man so wunderbar mit dem nötigen Abstand sein eigenes Essen zubereiten konnte.

 Und zu meinem runden Geburtstag, zu dem ich unter normalen Umständen dutzende von Gästen hätte einladen müssen, organisierten sie ein entspanntes Zusammensein im kleinen Kreis mit einem köstlichen Essen am Feuerring.

Wer mich allerdings kennt, weiß, dass ich bei dem Gedanken , unnötiges CO2 zu verursachen, selbst das schönste Ereignis nicht unbefangen genießen kann. So attackierte mich regelmäßig mein grünes Gewissen und warf mir vor, mit dem Feuerring auch das Klima anzuheizen.  Ständig zerbrach ich mir den Kopf darüber, wie auch die Glut, die nach dem Grillieren ungenutzt verbrennt,  noch verwendet werden kann.

Bis meine Kinder mich endlich eines Besseren belehrten:

das Feuerholz, das bei uns durchweg aus abgestorbenen Bäumen besteht, würde ungenutzt im Wald verrotten, und so das gespeicherte CO2 genau wie beim Verbrennen in die Atmosphäre gelangen – nur eben etwas langsamer.

Mit dem Feuerring gibt es nun sogar eine Möglichkeit, die Freisetzung von CO2 zu vermindern:

Nachdem man das Holz zur Zubereitung der Speisen verwendet hat, stoppt man die Sauerstoffversorgung. Ohne Sauerstoff gibt es keine Verbrennung, sondern es entsteht Holzkohle. Diese besteht fast ausschließlich aus reinem Kohlenstoff, der mikrobiell kaum abbaubar ist und so dem Kohlenstoffkreislauf jahrhundertelang entzogen werden kann. Mit Hilfe dieser Holzkohle kann nun „Terra Preta“ hergestellt werden, die „schwarze Wundererde“ der Ureinwohner des Amazonasgebiets. Sie ist ein hervorragender Wasser- und Nährstoffspeicher und kann im Garten den Einsatz von Torf ersetzen. Um Torf abzubauen, werden heute immer noch Moore abgebaut. Moore sind hocheffiziente Kohlenstoffspeicher. Nur 3% der Fläche der Erde besteht aus Mooren. Diese speichern doppelt so viel CO2 wie alle Wälder der Erde zusammen. Außerdem speichern sie Wasser, beugen so Überschwemmungen vor und bieten unzähligen Tieren und Pflanzen einen unersetzbaren Lebensraum.

Wir gehen schwierigen Zeiten entgegen. Einerseits ist es notwendig, unsere Gewohnheiten auf ihre Klimabilanz hin zu überdenken. Andererseits aber brauchen wir gerade angesichts der zunehmenden Krisen und Unsicherheiten  immer wieder Oasen der ungetrübten Ruhe und Sorglosigkeit. Wie froh bin ich, dass auch ich inzwischen solche Zeiten am Feuerring ohne schlechtes Gewissen genießen kann.

 

Unsere Jury meint:

Der Input der Nachhaltigkeit hat gefallen; sich die Frage zu stellen, was man der Umwelt antut, wenn man ein Feuer entfacht, zeugt von grossem Respekt. Den Schritt weiter zu denken und die Erkenntnis gewinnen, dass die entstehende Holzkohle als Dünger verwendbar ist, zeigt die grosse naturbezogene Auseinandersetzung und Weitblick.

 

Ursina & Irene & Waltsch

 

Mis Dahei

Hopps – hinauf auf den Laster und ab nach Tamins. Mit dem Kran schwebe ich durch die Lüfte und schwupps bin ich an meinem neuen Ort angekommen. Voller Vorfreude beäuge ich meine neuen Besitzerinnen und Besitzer, mein neues Plätzchen, meine neue Umgebung. Jetz bin i da dahei!

Langwilig

Nein, das ist mir nie. Ich bin wunderschön eingebettet im Kies, umgeben von Trockenmauern, blühenden Pflanzen, schattenspendenden Sträuchern. In dieser paradiesischen Umgebung bin ich mit meinem kunstvollen Erscheinungsbild das Tüpfchen auf dem „i“!

Bin i schön

Meine Umgebung wechselt laufend. So bilden die Pflanzen ringsum ein ständig wechselndes Kränzchen, was mich umhüllt. Da wachsen Blätter mit Blüten, Früchte und Gemüse reifen heran, werden gepflückt. Ich bin der Lichtblick der Umgebung, eine Augenweide und werde liebenswürdig und aufmerksam begutachtet. Mir ist hier pudelwohl.

I bin heiss

Werde ich befeuert, spende ich Freude, Wärme, Licht. Von Anfang an, vom Befeuern bis zur letzten Glut, bin ich „heiss“ und spende während langer Zeit Ausgelassenheit, gute Laune und Zufriedenheit. Entzückt stehen die Menschen rund um mich herum. In mir herrscht Hochstimmung, wenn ich so Spass, Genuss, Vergnügen und Begeisterung verbreiten darf.

Jetzt bin i parat

Ich lebe auf, wenn ich als Speisenveredler brillieren kann. Viele freudige Ausrufe kommen mir zu Ohren und ich sehe lauter lebenslustige und fröhliche Menschen. Sie bedecken mich mit Fleisch, Gemüse und Früchten, denen ich dann mit meiner Wärme das gewisse Etwas verleihe, damit es den Menschen ringsum ausgezeichnet schmeckt. Mich überkommen dabei Gefühle von Wohlbehagen und Zufriedenheit.

Es isch sooo schön gsi

Noch lange nach meiner Arbeit werde ich bestaunt und mit freundlichen Worten zugedeckt. Ich bedanke mich mit wohltuender Wärme, die ich ausstrahle. Danach werde ich damit belohnt, dass ich mit Stahl und Bürste sauber geschrubbt und fein eingeölt werde. Hochbegeisterung allenthalben. Es ist einfach prachtvoll, mich anzuschauen. Ich strahle und bin ganz ruhig.

Guat Nacht

Aber wie freue ich mich danach wieder auf meine Ruhe. Nach meinen Hitzewallungen, den Freudentänzen und Ausrufen wieder die Stille inmitten meiner geliebten Pflanzen zu geniessen, ruhige Momente zu erleben ist ein wunderschönes Erlebnis. Muse und Entspannung – welch Genuss!

Ganz für mi allei

Ruhen – für mich sein – mich zurückziehen. Beschaulichkeit, Stillschweigen, Regeneration – Erholung pur! Ich bin für mich, lange Zeit mit schützendem und kühlendem Schnee bedeckt. Welch herrliche Zeit! Diese Stille, dieser Ausgleich zum geschäftigen Leben im Sommer verschaffen mir meine innere Harmonie und Ausgeglichenheit.

Dein Feuerring

 

Unsere Jury meint:

Eine wunderbar sinnliche, aufwändige und im Feuerring-Stil gestaltete Umsetzung.

Dazu die Idee, die Geschichte aus der Sicht des Feuerrings her zu reflektieren - dies verdient grosses Lob und Zuspruch!

 

Und was genau bei dieser Wanderung mit dem Hexer passiert, lest ihr in einer anderen Geschichte …